JO SAC Säntis / Skitourenlager 2026

Ötztaler Haute Route

Sonntag, 12.04. Zustieg Martin Busch Hütte (Lola Käslin)

Vier Uhr morgens, die meisten Wecker klingelten. Um diese Zeit begann unser Lager. Von Gais aus fuhren wir nach Vent im Ötztal, Österreich. Von dort aus liefen wir das ganze Tal nach hinten bis zur Martin Busch Hütte. Diese Hütte hatte folgenden Willkommensspruch: Willkommen ist uns jeder Gast; du darfst hässlich sein und hinken, nur eines darfst du nicht, stinken. Dieser Satz begleitete uns die ganze Woche und wir werden ihn bestimmt nicht so schnell vergessen:). Der Nachmittag stand uns zur freien Verfügung. Die einen spielten Spiele, die andern gingen schlafen. Nach dem Znacht spielten wir gemeinsam Spiele, aber bald hiess es schon: Ab ins Bett. Denn am nächsten Morgen erwartete uns schon das nächste Abenteuer.
Heute sind wir um 6:00 Uhr aufgestanden um danach an das Morgenbuffet zu gehen. Es gab verschiedene Müesli mit Jogurt oder Milch und Brot mit Confi. Dazu gab es noch Käse und Fleisch als Aufschnitt. Nachdem wir uns alle die Bäuche gefüllt haben, packten wir unsere Rucksäcke mit den nötigsten Sachen für den Tag; den Rest konnten wir in der Hütte lasen da wir am Abend wieder dort hin zurück kamen. Dann noch die Ski richten und Schuhe anziehen und dann waren wir schon bereit um unseren ersten Gipfel vom Lager zu besteigen.

Das Wetter war allerdings nicht so prickelnd es hat leicht geschneit und war neblig. Somit haben wir von der Landschaft um uns herum nicht viel gesehen. Trotzdem sind wir los. Zuerst ging es ein Tal hoch in Richtung der Similaun Hütte. Vor der Hütte ging es dann rechts weg zum Similaun, unser heutiges Ziel. Die Hütte haben wir wegen dem dichten Nebel nicht gesehen. In diesem Moment waren wir froh, dass wir auf das GPS zurückgreifen können. Auf dem Weg zum Skidepot hat sich das Wetter noch etwas verschlechtert. Dazu kam noch ein giftiger Wind der uns um die Ohren pfiff. Deshalb haben wir ca. 100 Meter unterhalb vom Skidepot entschieden das wir wieder zurück gehen. Nach dem Umbau der Ski ging es an die Abfahrt. Die war zu beginn noch ziemlich streng da man Himmel und Erde nicht voneinander unterscheiden konnte. Nach 300 Höhenmeter abfahrt hat sich dann der Nebel etwas gelichtet und wir konnten das kleine bisschen Neuschnee das es gegeben hat geniessen.

Nach dem wir alle wieder in der Martin Busch Hütte angekommen sind haben wir zuerst unser Zmittag gegessen und noch ein paar Spiele gespielt. Am Nachmittag haben wir das schlechte Wetter genutzt um im trockenen Zimmer die Spaltenrettung zu üben. Und dann war es auch schon wieder zeit für ein herrschaftliches Abendmal. Zum Znacht gab es eine Blumenkohl – Rahm Suppe danach Salzkartoffeln mit einem feinen Stück Braten dazu einen Krautsalat und Bohnen. Zum Dessert gab es einen Marmor Kuchen. Nach dem Znacht haben wir zusammen auf der Karte geschaut wo wir am nächsten Tag hingehen. So sind wir alle satt und zufrieden ins Bett gegangen.

Montag, 13.04. Versuch auf den Similaun (Laurids Hälg)

Dienstag, 14.04. Martin-Busch-Hütte → Schöne Aussicht Hütte (Theo Höhener)

Am Morgen standen wir bereits um 6 Uhr auf. Das Frühstücksbuffet war ganz gut, das Wetter und die Sicht etwas weniger. Heute steht ein Höhepunkt auf dem Programm, wir werden an der Ötzi-Fundstelle vorbeikommen. Wir verlassen die Martin-Busch-Hütte, daher packten wir direkt nach dem Aufstehen unsere Sachen zusammen. Wie schon am Vortag starteten wir die Tour bei dichtem Nebel und leichtem Schneefall. Die Route führte uns zunächst durch das Tal, bis wir dieses schliesslich hinter uns liessen. Anschliessend stiegen wir weiter in Richtung Ötzi-Denkmal auf, leider war es düster und wir hatten keinen Weitblick. Von dort aus ging es über eine Lücke weiter bis zum Einstieg des Grates zur Fineilspitze. Dort richteten wir ein Skidepot ein, seilten uns an und legten die Steigeisen an. In Seilschaften stiegen wir weiter Richtung Gipfel auf. Die Wolkenschichten lichteten sich zwischendurch, was die Sicht angenehmer machte. Bei der Abfahrt über den Gletscher versuchten wir zunächst eine Abkürzung zu nehmen. Das funktionierte jedoch nicht, da sich der Gletscher stark zurückgezogen hatte. Deshalb entschieden wir uns für die normale Abfahrt bis zum Talboden. Dort konnten wir erneut anfellen und stiegen anschliessend in Richtung Skigebiet Schnalstal auf. Schon bald konnten wir die Schöne Aussicht Hütte erkennen – oder eben Bellavista. Die Hütte überzeugte uns alle: eine Dusche und feines Essen waren nach diesem intensiven Tag genau das Richtige.

Heute sind wir um ca 6:30 mit einem schönen Sonnenaufgang von der Schöne Aussicht-Hütte losgelaufen. Zuerst sind wir dem Skilift entlang gelaufen, und anschliessend noch etwas weiter auf einen Rücken. Von dort fuhren wir ein wenig auf den Gletscher hinab. Wir genossen die kühle Luft auf dem Gletscher sehr und liefen nach einer kurzen Pause weiter den Gletscher hinauf Richtung Langtauferenspitze. Kurz vor dem Skidepot wurde es noch einmal richtig warm und schön. Den letzten Teil auf den Gipfel liefen wir ohne Skier dafür mit Steigeisen und Pickel.

Nach dem Mittagessen fuhren wir eine sehr schöne Abfahrt den Gletscher hinunter. Den letzten Teil auf dem Gletscher mussten wir jedoch noch Stöckeln, weil es dort zu flach war zum fahren. Zu Hütte hinauf ging es nochmals ca. 100 m zur Breslauer Hütte hoch.

Am Abend schliefen wir mit schönen Erinnerungen ein und freuten uns auf den nächsten Tag.

Mittwoch, 15.04. Langtauferenspitze (Remo Bach & Mattis Hänni)

Donnerstag , Fluchtkogel 16.04. (Flurin Berger)

Wir sind um 5.45 Uhr aufgestanden und haben in der Hochjoch-Hospizhütte gefrühstückt. Anschliessend haben wir unsere Ausrüstung bereitgemacht, die Felle auf den Skis befestigt und die Skis auf den Rucksack gebunden. Es war ein herrlicher Tag: Es gab weder Wind noch Wolken, aber es war noch kalt.

Dann sind wir etwa um 7 Uhr losgelaufen. Bei der Hütte gab es schon keinen Schnee mehr, und darum mussten wir zuerst 200 Höhenmeter die Skis den Hang hinauftragen. Als wir den Schnee erreichten, befestigten wir die Skis an den Schuhen und liefen über Schneefelder zum grössten zusammenhängenden Gletscher der Ostalpen. Es ist der Gepatschferner. Weil es zwischen den Schneefeldern immer wieder Gras hatte, sind wir mit den Skis durch das Gras gelaufen und dann weiter auf dem nächsten Schneefeld. Auf den Geröllfeldern mussten wir die Skis wieder aufbinden und zu Fuss weitergehen.

Weil es am Morgen sehr kalt war und der Schnee gefroren war, mussten wir die Harscheisen montieren, um auf den Gletscher zu kommen. Auf dem Gletscher angekommen, hatten wir ein herrliches Panorama. Nach einer kurzen Pause sind wir über den riesigen weissen Gletscher gelaufen, was sehr eindrücklich war.

Nach 4 Stunden Aufstieg und etwa 1100 Höhenmetern waren wir auf dem 3494 Meter hohen Fluchtkogel. Dort oben haben wir wieder eine Pause gemacht, die herrliche Aussicht genossen, die Felle abgezogen und sind dann zur Vernagthütte auf circa 2750 Meter über Meer abgefahren. Der Schnee war schon ziemlich sulzig. Für die schönsten Schwünge sind wir sogar noch etwas unter die Hütte gefahren und mussten nachher nochmals etwa 100 Höhenmeter zur Hütte hochlaufen. Dort sind wir ungefähr nach dem Mittag angekommen.

Am Nachmittag haben wir Spiele gespielt. Um 18 Uhr gab es Kartoffeln, Hackplätzli und Gemüse zum Znacht, und um ca. 21 Uhr sind wir ins Bett gegangen, weil am nächsten Tag eine frühe Tagwache geplant war.

Am Freitag standen wir um 3:45 Uhr auf und assen um 4:00 Uhr ein Frühstück, bestehend aus Müsli und Brot mit verschiedenen Aufstrichen. Danach packten wir unseren Rucksack und räumten das Zimmer auf. Um 4:45 Uhr liefen wir dann entlang des Vernagtbachs in Richtung der Wildspitze. Gerade als wir auf dem Kleinen Vernagtferner angekommen sind konnten wir einen atemberaubenden Sonnenaufgang geniessen. Anschliessend sind wir über einen sehr steilen und eisigen Hang ins Bruchkogeljoch gekommen. Dabei mussten wir die Skier auf den Rucksack binden und mit den Steigeisen ein bisschen klettern. Anschliessend sind wir bis zum Fuss der Wildspitze mit den Skier gelaufen und machten dort ein Ski- und Materialdepot. Wir zogen die Steigeisen an und liefen auf den Gipfel. Oben war die Aussicht atemberaubend und man hatte eine gute Sicht. Als wir danach wieder unten bei den Skis angekommen waren, sind wir zum Mitterkar Joch gefahren. Dort haben die Skis auf den Rucksack gebunden und sind dann mit einem Fixseil über den Klettersteige nach Unten gekommen. Im Anschluss gab es eine Abfahrt mit viel sulzigem Schnee. In Vent angekommen, verluden wir das ganze Gepäck im Auto und fuhren nach Hause.

Freitag, 17.04. Wildspitze (Gian Hutterli)