SAC Skitouren ab Schwarenbach
26.Februar bis 1. März 2026
Text: Ursulina (unterstützt durch alle Teilnehmende)
Bilder: Ursulina Kölbener, Bruno Eberle, Roger Spiess
Abfahrt 6.28 Uhr ab St.Gallen. Der eine Tourenleiter ist schon ein Zug früher unterwegs, der andere steigt erst in Bern dazu. In Kandersteg quetschen wir uns in einen überfüllten Bus. Eine moralische Diskussion entflammt, haben Familien mit Kinderwagen Vorrang vor Passagieren mit Hunden, die schon vorher im Bus waren?
Auf dem Sunnbüel treffen wir genügend Schnee an. Wir steigen auf das Undere Tätelihore. Beim Gipfelkreuz begegnen wir 12 junge Frauen an und messen am 26. Februar 2026 14 Celsius Grad auf 2498 m. ü. M. Nach dem obligaten und wissenschaftlich aufgearbeiteten Schneeprofil (Fazit: das Lawinenbulletin stimmt), fahren wir ab und steigen ins Hotel Schwarenbach auf.
Bestens aufgehoben und gut verpflegt (mit grosszügig ausgarniertem Salat und viel Käse für unsere Vegis) starten wir am Freitag auf unsere Tour: zuerst Richtung Rot Totz und dann auf den Wildstubel – oder eben knapp daneben. Super Wetter, guter Sulz und ein beeindruckendes Panorama! Die abschliessende Langlaufpassage bereitete nicht allen Freude…
Am Samstag starten wir auf unsere kleine Tour. Wir brechen zum Schwarzgletscher auf, weil uns eine Gruppe Frazosen am Vorabend von einem befahrbarem Gletschertor berichtet hat. Wirklich beeindruckend. Anschliessend steigen wir auf bis zur Steilstufe unterhalb des Balmhorn, sonnen dort bis die Hänge aufgesulzt sind. Zuerst Sulz, dann Pulver. Es war so schön, dass wir – motiviert von Hans – ein zweites Mal aufstiegen. Zum Abschluss können wir dann endlich durch das Gletschertor fahren. Die kleine Tour war dann mit über 1600 hm doch nicht mehr so klein.
Bei Nieselregen und Nebel liefen wir am Sonntag Richtung Gemmipass. Kurz überlegen wir direkt nach Sunnbüel zurückzufahren und uns auf den Heimweg zu begeben. Ein Blick auf den Wetterradar stimmt uns mutig und wir steigen ins Furggentälti auf. Und siehe da, der Himmel reisst rechtzeitig auf, sodass wir unsere Umgebung sehen und die Abfahrt geniessen können. Naja, Bruchharst gab’s trotzdem. Vom Gemmipass mit der Bahn nach Leukerbad und von dort mit Bus und Zug die ewig lange Reise zurück in die Ostschweiz.
Herzlichen Dank, Dani und Roger, für die Organisation und Führung der Kurztourenwoche. Es war wie immer ein Saisonhighlight!