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Tourenbericht KiBe Lager Grimsel 2012

 

Samstag, 4. August 2012

Um 12:00 Uhr war es endlich soweit! Das KiBe- Lager begann! Voller Vorfreude begrüssten wir uns in Herisau. Wir luden das ganze Gepäck in den Anhänger und fuhren los. Die Autofahrt war extrem lang und nach vier Stunden Fahrt waren alle froh, als sie das Schild GRIMSELPASS erblickten. Der Anhänger wurde von einem netten Herrn, der im Gegensatz zu uns die Fahrbewilligung hatte, ins Lagerhaus gebracht. Wir mussten vom Parkplatz hinauflaufen. Die Hütte war wunderbar gemütlich und die Schläge sehr gross. Der einzige Minuspunkt war der mangelnde Handyempfang, worauf viele am Abend auf einen Hügel kletterten um ihre Kommunikationen via Handy weiterzuführen. Am Abend hatte die Küche schon ein feines Einweihungsessen gezaubert, das wir hungrig verschlangen. Wir lebten uns schnell ein und fielen am Abend, nach einer Nachtruheverlängerung, glücklich ins Bett.

 

Cheyenne

 

 

Sonntag, 5. August 2012

Frisch motiviert und ausgeschlafen fanden sich alle um 8:00 Uhr im Esssaal ein, um dort ein herrliches Frühstück mit Müesli, Brot und Milch zu geniessen. Da das Wetter nicht gerade schön war, beschlossen die Leiter heute den Gletscher in Angriff zu nehmen. Mit Pickel und Steigeisen fuhren wir nach Gletsch. Am Bahnhof fuhr eine alte Dampflokomotive vorbei, welche sehr viel schwarzen Rauch paffte. In einem alten Haus hingen sehr alte Bilder, worauf man sah wie extrem der Gletscher bis heute geschmolzen ist. Danach fuhren wir an den Fuss des Gletschers. Wir wollten auf dem Gletscher gerade los pilgern, als ein heftiges Gewitter anbrach. Als alle pflutschnass waren, wollten wir schon umkehren. Doch genau dann schlug das Wetter wieder um und wir konnten unser geplantes Programm durchziehen: einen Parcours durch die Gletscherspalten und Eisklettern. Zufrieden und wieder trocken kamen wir im Lagerhaus an und nach vielen Runden Werwölfeln und einem feinen Nachtessen gingen wir ins Bett.

 

Cheyenne

 

Montag, 6. August 2012

Heute war wieder um 7:45 Uhr Tagwache. Nachdem uns Ueli aus den Kissen geholt, und Désirée ihm ihre Scheidungspapiere übergeben hatte, sind wir zum Frühstück in der Küche erschienen. Nach dem Essen verkündete Urs auch sogleich das Tagesprogramm: Führung durch die Stollen der Grimselwerke und am Nachmittag noch ein bisschen Ausbildung. Irgendwann im Laufe des Tages kam dann Urs noch auf die Idee, dass wir noch die Slakeline aufstellen könnten. Da es regnete und wir in einem demokratischen Land aufgewachsen sind, wurde diese Idee sogleich 1 zu 20 abgelehnt. Fertig gepackt fanden wir uns dann auf dem Parkplatz des Wasserkraftwerkes vor. Irgendwie schien aber kein Führer da zu sein, und wir stellten uns auf eine lange Pause ein. Nach einigen Telefonaten, begleitete uns jedoch eine freundliche Dame namens Annemarie durch die Stollen. Sie zeigte uns viele Pläne, Maschinen und Kristalle. Zu Hause beschäftigten wir uns mit dem unterhaltsamen Spiel Werwölfeln. Danach schlugen wir kurz die Theorie durch und begaben uns wieder in den Esssaal wo wir unsere Lieblingsbeschäftigung wieder aufnahmen. Nach einem feinen Nachtessen begaben wir uns zu Bett, aber es war natürlich noch lange nicht ruhig!

 

Samira, Joelle, Rebecca, Cheyenne

Dienstag, 7. August 2012

Heute Morgen sind wir um 6:50 Uhr aufgestanden. Kurz bevor wir herunter zum Frühstück gingen, haben uns die Jungs schon wieder mit ihrer lauten Musik genervt. Zum Frühstück gab es Brot mit Butter und Konfitüre. Danach gingen wir ins Zimmer und haben unsere Sachen gepackt.

1.    Gruppe: Zuerst sind wir zum Auto gelaufen, dann fuhren wir zum Klettergarten. Wir mussten nicht wie vereinbart 5 Minuten sondern 30 Minuten zum Klettergarten wandern. Das Wetter war genau perfekt, um zu Klettern! Als wir da waren haben wir uns zuerst einmal ausgeruht und blieben dort eine Weile, während die anderen  schon das Gsteltli angezogen hatten! Wir hatten einen sehr schönen Ausblick zu einem Fluss. Wir mussten eigentlich gar nicht viel Klettern den wir zwei waren die ganze Zeit mit unserem Handy beschäftigt. Am Schluss gingen wir noch schnell in ein Restaurant und ich (Rahel) bestellte mir noch eine Portion Pommes! Max dagegen sass am Nachbars Tisch und trank einen Kaffe. Max war so nett und bestellte uns noch einen Eistee. Wir alle hatten unsere Freude, weil Désirée immer einem Berner Auto hinterher sprang!

2.    Gruppe: Eigentlich wollten wir in der Handegg klettern. Doch dort war es nass. Also hatten die Leiter die Idee an der Gerstenegg zu klettern. Aus vorherigen Erfahrungen wussten wir, dass die von ihnen angegebene 10 Minuten Zustieg nicht so zuverlässig waren. Bis die Leiter dann auch den richtigen Sektor fanden waren wir tatsächlich 45 Minuten unterwegs. Da sieht man wie zuverlässig unsere Leiter sind J. Angekommen an der Kletterwand mussten Joelle und Rebecca ein Stück zurück, weil ihr Einstig weiter unten war. Als wir endlich in der Wand hingen wurde das Wetter auch wärmer. Fast oben musste ich (Samira) und Ueli noch eine feine Platte rauf die kaum einen kleinen Riss hatte. Da wir beide vorstiegen zitterten wir um die Wette. Die Stelle souverän gemeistert und schon ging es wieder runter.

 

Als alle wieder im Lagerhaus waren, wollten wir eine Slackline über dem Teich spannen. Caspar zog so fest an, dass der Stein, an dem die Slackline angemacht war, immer mehr zu ihm rutschte. Er getraute sich trotzdem auf die Line und fiel auch schon ins Wasser. Allein das war es schon wert vom Lagerhaus zum Teich zu gehen J. Am Abend gab es feinen Reis Kasimir. Zum Dessert gab es Schokoladenmouse und nicht nur die Jungs stürzten sich darauf.

 

Samira sowie Désirée und Rahel

 

 

Mittwoch, 8.08.2012

Heute sind wir wieder sehr früh aufgestanden, da unser grosses Ziel die Wand an der Mittagsfluh war. Mit Sack und Pack nahmen  wir den Aufstieg zu dem grossen Felsen in Angriff. Der Weg war sehr steil und anstrengend, und wir waren schon davon ziemlich müde. Doch nach einer kleinen Pause haben wir unser Material gepackt und begannen mit der ersten Seillänge. Der Fels war nicht so plattig wie sonst, aber sehr knapp geschraubt, was manchmal für heftiges Kniezittern sorgte. Aber wir haben alle Seillängen souverän gemeistert und sind schliesslich mit einem kleinen Sonnenbrand (trotz Sonnencreme) auf dem Gipfel angekommen. Auf dem Gipfel genossen wir, wenn auch nur kurz, die Aussicht und machten uns ans Abseilen. Unten angekommen beeilten wir uns nach unten in die Autos zu steigen, weil wir an der nicht immer befahrbaren Passstrasse nicht eine Stunde warten wollten. Nach einer hektischen Autofahrt haben wir aber die Passstrasse doch noch rechtzeitig überquert. Am Abend haben wir Kartoffelstock mit Fleischbällchen gegessen. Die Küche hat vor dem zu Bett gehen noch eine Quizfrage aufgestellt, wo leider nur die Leiter die Preise bekommen haben…

 

Cheyenne & Rebecca

Donnerstag, 9. August 2012

Heute waren die Leiter natürlich immer noch nicht gnädig gestimmt und jagten uns um sieben Uhr aus den Betten. Nach einem schmackhaften Frühstück sind wir mit den gepackten Rucksäcken losmarschiert. Eine Gruppe ging in einen Klettergarten und die andere wollte den Katzenpfad und den Engeliweg bezwingen. Nach dem wir uns etwa drei Mal verlaufen hatten und schliesslich feststellen mussten dass es infolge Baustelle gar keinen richtigen Weg an den Wand gab, gaben wir auf und entschieden uns für eine Plattenwand in der Nähe der Rätrichsbodensse-Staumauer. Sogleich waren wir Kinder wieder motiviert und kletterten wie Äffchen die flachen Platten hoch. Nach vier Seillängen wurde wieder abgeseilt. Ein paar hatten für diesen Tag genug und kehrten mit Max in die Hütte zurück. Der Rest vergnügte sich noch ein bisschen länger an der Felswand und belohnte sich auf der Rückkehr mit einer Glace. Am Abend durften sich alle auf feine Älpler Makkaronen freuen und dann ging der Abschlussabend los. Auf dem Programm stand Schittliverbannt, Werwölfeln, Herzblatt und schliesslich tanzen. Mehr wollen wir dazu aber gar nicht schreiben… J

 

Samira & Cheyenne

 

 

Freitag, 10. August 2012

Die Disco endete erst um drei Uhr. Bis dann alle eingeschlafen waren dauerte so nochmals seine Zeit. Am Morgen gönnten uns die Leiter nichts und weckten uns auch wieder um sieben Uhr. Beim Frühstück war es so still wie noch nie. Aber nicht nur weil alle müde waren sondern, weil jetzt auch noch die letzten merkten, dass das Lager zu Ende ging. Das Lagerhaus war schnell geputzt und die Leiter mussten noch nach einer Beschäftigung für uns suchen. Irgendwann gaben sie es auf und schickten uns zu Fuss Richtung Passstrasse. Dort warteten wir eine Weile, fotografierten Murmeltiere und spielten 15,14. Als die Leiter dann mit den Bussen aufgetauchten, stürzten sich die Mädchen schon darauf und sicherten sich einen Bus für sich alleine. Unten am Pass mussten wir auf den Anhänger warten und Ueli wollte sein Versprechen mit dem Glace einlösen, doch der Kiosk hatte zu. (aber keine Angst Ueli wir denken daran J). Als der Anhänger da war, stiegen wir in die Busse und die ersten Leiter wurden verabschiedet. Traurig und Müde ging es in Richtung Herisau. Um 14:15 Uhr trafen wir am Bahnhof ein. Dort wurden alle verabschiedet. Ein schönes und lustiges Lager ging zu Ende. Wir danken allem Leiter und dem Küchenteam.

 

Wir freuen uns schon auf das nächst Lager!!!

 

Samira